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Pu-Erh-Tee

Pu-Erh ist nachfermentierter Tee aus Yunnan, entweder roh (Sheng, der jahrzehntelang reift) oder reif (Shou, in Wochen gezielt fermentiert). Er wird kurz und oft aufgegossen: Nach dem Spülen liegt die westliche Ziehzeit über diese 16 Tees im Median bei nur 43 Sekunden, die Gong-Fu-Folge läuft über zwölf Aufgüsse.

Pu-Erh-Tee auf einen Blick
Pu-Erh-Tee auf einen Blick
TeemengeWasserTemperaturZiehzeitAufgüsse
Westlich 2.5 g 250 ml 90°C / 195°F 42.5 s 4
Gong Fu 5 g 100 ml 90°C / 195°F 10 s + 11.5
Koffein: 35 mg pro Tasse16 mit Gong-Fu-Folge 2 kostenlos in der App

Medianwerte über alle 16 Tees dieser Seite. Die exakten Zahlen stehen auf der Seite des jeweiligen Tees.

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Roh, reif und warum er reift

Pu-Erh ist nachfermentierter Tee aus Yunnan und die einzige Sorte dieser Bibliothek, die nach dem Verlassen der Manufaktur bewusst weiterlebt. Roher Pu-Erh — Sheng — wird ähnlich wie Grüntee verarbeitet, dann zu Fladen gepresst und über Jahre bis Jahrzehnte langsam verändert: von herb und bitter hin zu weich, holzig und süß. Reifer Pu-Erh — Shou — wurde in den 1970er-Jahren erfunden, um diesen Bogen zu verkürzen: feucht aufgeschichtet und kontrolliert erwärmt, kommt er nach Wochen dunkel, erdig und von Anfang an rund heraus.

Beide schmecken so unterschiedlich, dass viele Trinker den einen lieben und den anderen meiden. Shou ist der sanftere Einstieg; beim Sheng beginnt meist die Leidenschaft.

Pu-Erh richtig aufgießen

Erst spülen. Fünf bis zehn Sekunden heißes Wasser über das Blatt, dann weggießen — das weckt den gepressten Fladen und spült Lagerstaub ab. Deshalb beginnen die Folgen auf diesen Seiten mit einem Aufguss, den man wegschüttet, statt ihn zu trinken.

Danach kurz und oft. Die westliche Ziehzeit liegt über diese 16 Tees im Median bei nur 43 Sekunden, bei 2,5 g pro 250 ml und 90 °C (195 °F) — Pu-Erh extrahiert schnell, und die Vier-Minuten-Gewohnheit einer Frühstücksmischung macht daraus tintige Suppe. Gong Fu ist sein natürliches Zuhause: 5 g auf 100 ml, zehn Sekunden im ersten Aufguss, im Median zwölf Aufgüsse, jeder ein paar Sekunden länger als der vorige. Für reifen Pu-Erh und gereifte Fladen darf das Wasser kochen; junger Sheng bleibt besser bei etwa 90 °C.

Koffein und die richtige Tageszeit

Der Median liegt bei 35 mg pro Tasse — eine vollständige Gong-Fu-Sitzung über ein Dutzend Aufgüsse liefert allerdings erheblich mehr als eine einzelne Tasse, was man vor einer abendlichen Verkostung wissen sollte. Pu-Erh wird traditionell nach schweren Mahlzeiten getrunken, reifer Pu-Erh gilt als der klassische chinesische Verdauungstee — genau so steht es im Feld „Beste Zeit“ auf den Seiten unten.

Einer dieser Tees ist in der App kostenlos. Jeder Eintrag führt zu seiner vollständigen Aufgussfolge, den Spülhinweisen, Lagerungsnotizen und der Herkunft.

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